Gruppe 2: Erste Begehung des Nordkiez

Print Friendly

Am Freitagmorgen (09.11.12) traf sich ein Teil der Gruppe 2 (Georg, David, Niklas, Christoph) um eine erste Begehung des Nordkiezes und so eine erste Annäherung an unseren Forschungsgegenstand zu wagen. Die Idee dahinter war, dass wir das Gebiet für uns räumlich erfassen wollten und wir uns so mit unserem Forschungsgegenstand vertraut machen.  Auf unserem 2 stündigen Spaziergang haben wir versucht ganz allgemeine Beobachtungen zu machen, unter Berücksichtigung folgender Fragen: Was fällt uns besonders auf? Welche Infrastruktur weißt das Gebiet vor? Was für eine Geschäftsstruktur können wir vorfinden und welche Bausubstanz ist im Nordkiez präsent? Die aufgeführten Beobachtungen sind ganz allgemein gehalten uns sind nicht wertend gemeint.

Die Route

Leider ist hier nur der erste Teil der Wanderung zu sehen.Später ging es die Bremerstraße hoch zur Stromstraße und von dort aus zurück zur Turmstraße.

Die allgemeinen Beobachtungen hier kurz zusammengefasst:

  • Der Nordkiez ist mit zwei U-Bahnstationen (Birkenstraße/Turmstraße), mehreren Buslinien (Beusselstraße/Turmstraße/Stromstraße) und der unmittelbaren Nähe zu zwei S-Bahnstationen (Beusselstraße/Westhafen) verkehrstechnisch gut mit dem Rest von Berlin verbunden.
  • Das  Gebiet wird von drei großen, stark befahrenen, Straßen begrenzt (Westen: Beusselstraße mit Autobahnanschluß, Süden: Turmstraße, Osten: Stromstraße bzw. Putlitzstraße). Nach Norden hin, ab der Siemensstraße, entsteht aus dem ehemaligen Güterbahnhof eine Freifläche (Stadtteilgarten Moabit), welche zumindest teilweise auch bebaut werden soll.
  • Auf der Turmstraße hat sich viel Gewerbe nieder gelassen, von dem jedoch ein Großteil dem Discounterbereich zugeordnet werden kann (Pfennigland, Woolworth, Zeeman), große Gemüseläden (BOLU, Eurogida), aber auch ein großer Rewe Supermarkt sowie eine Biocompany sind vertreten. Beide Straßen zeigen wenig Leerstand auf, die Leerstehenden Flächen scheinen schnell wieder vermietet zu werden.
  • Die Gewerbestruktur auf den drei Hauptstraßen weißt kaum Leerstand auf und ist dicht an dicht, hingegen im Innenbereich unseres Kiezes wenige Läden vorzufinden sind, dort scheint eher eine reine Wohngegend vorzuherrschen. Traditionelle Eckkneipen wie „Zum Humpen“ oder „Zum Holzwurm“ in der Waldstraße  bzw. „Cafe‘ Klatsch“ oder „Drei Mädel Hof“ in der Waldenser Straße verstärken den Eindruck.
  • Leerstehende Gewerbeflächen, wenn auch nur gering, gibt es ganz im Norden, in der Siemsenstraße.
  • Die meisten Gewerbeflächen im Innenbereich des Nordkiezes scheinen dem sozialen Bereich zu geordnet zu sein (Ergotherapie, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, integrative Angebote für Kinderbetreuung, SOS Kinderdorf, Bildungsmarkt Waldenser Hof)
  • Der Nordkiez weißt eine hohe Altbausubstanz auf, welche vereinzelt stark von diversen 60/70er-jahrebauten durchsetzt ist.
  • Die Oldenburgerstraße mit dem großen Dominikanerkloster bietet grundsätzlich die erforderliche kulturelle Attraktivität für Pioniere. Es fällt jedoch hier besonders auf, das die Ladenflächen im Erdgeschoss größtenteils von Leerstand betroffen sind.
  • In der Waldenserstraße gibt es zwei Hostels direkt nebeneinander und einen Gewerbehof (Waldenser Hof, dort v.a. Kleinstdienstleister im Bereich Medien und Software, Architekturbüros, soziale Unternehmen z.B. Bildungswerk etc.)
  • Der Nordkiez ist überraschend wenig mit Tags und Graffiti bemalt.
  • Im Nordkiez findet man eine der wenigen alten Berliner Markthallen (Arminiusmarkthalle) im guten Zustand, welche eine heterogene Geschäftsstruktur aufweist.
Interessante Orte: Arminiusmarkthalle, Waldenser Hof, SOS Kinderdorf Moabit, Hostels in der Waldenser Straße, Entstehung des Stadtteilgarten Moabit, Café Moabit
It\'s only fair to share...Email this to someonePrint this pageShare on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInPin on Pinterest

2 thoughts on “Gruppe 2: Erste Begehung des Nordkiez

  1. Schöner Bericht der ersten Begehung. Hier noch zwei Hinweise zum Moabiter Stadtteilgarten:

    Zum Einen ein Link zu einer Präsentation des Büros Glasser/Dagenbach, das das Konzept des Stadtteilgartens zeigt. Zum Anderen sieht man darin auch die geplante Umgehungsstraße nördlich des Stadtteilgartens, die zukünftig die Siemensstraße entlasten wird.

  2. Liebe Alle,

    könntet Ihr bei allen Euren Bildern bitte auch noch jeweils einen Copyrightvermerk hinzufügen. Das Copyrightsymbol kann mit dem Code: &Copy; erzeugt werden.

    Vielen Dank,
    Aljoscha

Schreibe einen Kommentar